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5. Pfarrer Friedrich Berg (1885 - 1889) und Wilhelm Verse (1889 - 1897)

Die erste Schule entsteht

Pfarrer Friedrich Berg wirkte von 1885 bis 1889 in Freudenberg. Er wurde bereits 1889 nach Bochum versetzt. Ihm folgte Missionspfarrer Wilhelm Verse. Er machte sich besonders um die katholische Schule verdient. Von 1860 bis 1883 war die Schule eine Privatschule, deren Unterhaltungskosten durch freiwillige Beiträge aufgebracht werden mussten; den größten Teil davon zahlte allerdings der Bonifatiusverein. Auf Antrag des Lehrers Bürmann erhielt die Schule 1884 die Anerkennung als öffentliche Sozietätsschule. Als nun Pastor Verse kam, machte er sich gleich an die Arbeit, ein Schulhaus auf dem Gelände der Kirchengemeinde an der Oststraße errichten zu lassen. Baubeginn war im Jahr 1891, ein Jahr später war das Haus bezugsfertig. Von 1888 bis 1892 war Lehrer Bernhard Bertram tätig gewesen, mit dem Neubeginn in der Oststraße nahm Lehrer Heinrich Wagner seinen Dienst auf (1892 -1899).

6. Wilhelm Verse (1889 - 1897)

In die Zeit von Pastor Verse fiel die bischöfliche Konsekration der Kirche, am 20. September 1892, unter dem Titel Mariä Geburt (kirchliche Feier des Patronatsfestes am 8. September). Der Chronist schreibt: "Das war ein Freudenfest für unsere katholische Gemeinde. Zum ersten Male seit Jahrhunderten wurde in Freudenberg ein Bischof wieder feierlich empfangen. Am Nachmittag des 19. Septembers traf Bischof Hubertus Simar in Freudenberg ein. Die Bewohner Niederfischbachs hatten es sich nicht nehmen lassen, den Hochwürdigsten Herren beim Passieren des dortigen Bahnhofs mit Böllerschüssen zu begrüßen. Hochderselbe bestieg am hiesigen Bahnhof, begleitet von Dechant Vollmer aus Netphen und dem bischöflichen Kaplan Schmitz, einen prächtigen Wagen, den der protestantische Gerbereibesitzer, Ehrenamtmann Krämer, zu stellen sich erboten hatte. Auch mehrere protestantische Häuser trugen Flaggenschmuck." Anwesend bei der Begrüßung waren auch Dompropst Schneider und Pfarrer Feldmann aus Wenden. Das erste Messopfer nach der Konsekration hielt der Erbauer der Kirche, Pfarrer Berhorst. Der Bischof spendete dann 68 jungen Christen die hl. Firmung. Pastor Verse hielt es 1895 für nötig, eine Aktivierung und Belebung seiner Gemeinde durch eine Volksmission der Pallottiner-Missionare durchführen zu lassen. "Licht, ein fester Anker, eine Quelle, das alles will die Mission uns bringen", waren die Leitworte. Auch als rühriger, mit Energie und Umsicht arbeitender Vorsitzender des Cäcilienvereins wird Pastor Verse beschrieben. Ihm gelang es bald, eine Vereinsfahne mit dem Bild der Gottesmutter und der Heiligen Cäcilia zu beschaffen. 200 Mark kostete dieses lang ersehnte Banner (diese Fahne existiert noch heute). Der in seiner Missionspfarrei so eifrig wirkende Pfarrer musste 1897 Abschied von Freudenberg nehmen. Er ging als Pfarrer nach Hagen bei Allendorf ins Sauerland. Ihm folgte 1897 bis 1902 Kaplan Kaspar Rademacher. Pfarrer Kaspar Rademacher (1897 - 1902)
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