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10. Pfarrer Wilhelm Poll (1922 - 1934)

"Fröhlichkeit und Entspannung"

Von 1922 bis 1934 wirkte Pfarrer Wilhelm Poll in Freudenberg. Er wird als ein sehr populärer und beliebter Priester geschildert. Intensiv und gern bemühte er sich um das Leben miteinander in seiner Gemeinde. 1924 kam es zur Neugründung des Kirchenchores, jetzt als gemischter Chor, vorher war es ein reiner Männerchor. Im selben Jahr, 1924, zog erstmalig ein katholischer Vertreter in den Freudenberger Stadtrat ein, Herr Jakob Klein. 1931 lösten sich die Jungmänner aus dem Männer- und Jünglingsverein, um sich mit 60 Mitgliedern auf eigene Füße zu stellen. Übrig blieb mit einer Namensänderung der "Katholische Männerverein Cäcilia". Mi Liebe und Verständnis wandte sich Pfarrer Poll auch den Kindern seiner Pfarrei zu. Er rief die Schulmädchen zur so genannten "Frohschar" zusammen, die Agnes Dörner lange Zeit führte. In Bezug auf das Schulleben gab es einen Fortschritt, denn es entstand 1931 in Hohenhain eine katholische, einklassige Volksschule, was die evangelischen Eltern allerdings nicht davon abhielt, ihre Kinder dorthin zu schicken. Herr Lehrer Dosch leitete diese Schule bis zu seiner Pensionierung 1957. Der 21. Mai 1933 brachte das 50-jährige Bestehen des Cäcilien-Vereins. Nach der kirchlichen Feier tagte er erstmalig wieder in dem Raum, in welchem vor 74 Jahren die junge Missionsgemeinde das heilige Messopfer gefeiert hatte. Es war ein historischer Augenblick. Von nun an stand dieser Raum dem Vereinsleben zur Verfügung. Er war vollständig renoviert und neu ausgestattet worden - ein Verdienst des Pfarrers, der aus eigenen Mitteln das Klavier, Tische, Stühle, Bänke, Ofen und Schrank angeschafft und der Gemeinde geschenkt hatte. Als Chordirigent arbeitete Herr Wilhelm Schulte sen. mit großer Einsatzbereitschaft. Notenmaterial, das man aus finanziellen Gründen nicht kaufen konnte, schrieb er eigenhändig für sämtliche Stimmen auf. 1934 ging Pfarrer Poll von Freudenberg nach Rahrbach. Pfarrer Franz Wommelsdorf (1934 - 1958)
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