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1. Missionspfarrer Friedrich Wilhelm Schmidt (22. 11. 1859 - 18. 3. 1861)

Die Gemeinde zum Leben erwecken

Als erster Seelsorger wurde der bisherige Kaplan Friedrich Wihelm Schmidt aus Netphen durch die bischöfliche Behörde eingestellt. Eine lebendige Gemeinde zu schaffen, war der Schwerpunkt seiner Arbeit. Am 22. November kam er in Freudenberg an. Am folgenden Tag sollte der Gottesdienst eröffnet werden, aber es fehlte noch an allem hierzu Erforderlichen. Kelch, Messgewänder, Leuchter, Kerzen mussten in der Nacht vorher durch einen Boten leihweise aus der Pfarrkirche zu Wenden geholt werden. Pfarrer Krengel aus Siegen führte den Missionar ein. Dieser hielt das erste feierliche Hochamt. Die Lehrer der Pfarrei Wenden, die mit ihren Geistlichen nach Freudenberg gekommen waren, erhöhten die Feierlichkeit durch passende Gesänge. Eine große Volksmenge, die sich aus den benachbarten Pfarreien eingefunden hatte, zeigte ihre Teilnahme und innige Freude über eine Feier, wie sie Freudenberg seit Jahrhunderten nicht mehr gesehen hatte. Pfarrer Schmidt ging mit großem Eifer als Hirt einer armen Gemeinde ans Werk. Seine Sorge war die Ausstattung des Betsaales und die Abdeckung der Schuldenlast. Beides war nur durch Entsendung von Bittschreiben an auswärtige Glaubensgenossen zu erreichen. Im ersten Winter machte er selbst Kollektenreisen. Die größten Strapazen hat der Missionar während des nassen und kalten Winters nicht gescheut, und seine Mühe blieb nicht ohne großen Erfolg. 1450 Taler hat er zusammengebracht. Der Chronist schreibt: "Unverdrossen wirkte Pfarrer Schmidt nicht nur am äußeren, sondern auch am inneren Ausbau der Gemeinde. Eifrig wirkte er durch Wort und Beispiel, durch seine volkstümlichen Predigten und Christenlehren in der Kirche, durch sein pädagogisches Talent in der Schule, die er ja selbst am 6. Juli 1860 mit 31 Kindern eröffnet hatte." Der 1. Missionspfarrer Freudenbergs hat nach seinem Weggang einen nicht alltäglichen Lebensweg beschritten. Er wurde Direktor des deutschen Hospizes in Jerusalem. Sein Nachfolger wurde sein Freund und Mitschüler Albert von Schilgen (März 1861 - Juli 1869). Albert von Schilgen (März 1861 - Juli 1869)
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